Ergotherapie Anne Ochse - Dülmen

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„Ihre Handlungsfähigkeit (wieder) zu erlangen, das ist unser wichtigstes Ziel.“

ADS / ADHS

Aufmerksamkeits- Defizit- ( Hyperaktivitäts- ) Syndrom

Das Aufmerksamkeitsdefizitsydrom (mit und ohne Hyperaktivität) ist eines der häufigsten Störungsbilder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es umfasst unterschiedliche Erscheinungsbilder, denen drei Hauptsymptome gemeinsam sind. Im Einzelfall können die Symptome schwächer oder stärker und in verschiedenen Kombinationen auftreten.

Unaufmerksamkeit:
 bei schulischen Aufgaben, aber auch bei Freizeitaktivitäten (z.B. Basteln) mangelt es den Kindern an Ausdauer und Sorgfalt. Sie verlieren schnell das Interesse, führen Aktivitäten nicht zu Ende, sondern suchen sich kurzfristig neue oder sie  arbeiten flüchtig und hektisch.

Überaktivität:
 Kinder mit einer hyperkinetischen Störung scheinen ständig „unter Strom“ zu stehen. Sie wirken unstet und getrieben, sind motorisch unruhig. Durchgängig zappeln, kippeln, wippen sie herum.

Impulsivität: auch die Kontrolle des eigenen Verhaltens fällt den Kindern schwer. Im Gespräch fallen sie anderen oft ins Wort, sie können nicht abwarten, reagieren schnell ungeduldig, gereizt oder sogar wütend.

Wie äußern sich die Symptome des ADS/ADHS?

ADS/ADHS-Symptome sind sehr unterschiedlich: viele Kinder haben Schulprobleme, obwohl sie sehr intelligent sind. Das hängt damit zusammen, dass ihre Aufmerksamkeitsspanne geringer ist als bei anderen Kindern (insbesondere bei Lerninhalten, die sie wenig motivieren). Sie reagieren deshalb mit motorischer Unruhe oder auch mit „Wegträumen“. Die Folge ist, dass sich ein Teufelskreis aus Misserfolg, Vermeidungsverhalten und Leistungseinbußen entwickelt. Und dies wiederum schwächt das Selbstwertgefühl und die Motivation der Kinder. Im sozialen Umfeld führt ADS/ADHS vielfach zu belastenden Auseinandersetzungen mit Erwachsenen und anderen Kindern. Die Betroffenen fühlen sich schnell unverstanden und reagieren aufsässig, provokant oder aggressiv. Viele Kinder sind auch in ihrem emotionalen Erleben eingeschränkt. Statt eindeutiger Emotionen fühlen sie sich rastlos, konfus und getrieben; sie langweilen sich schneller und versuchen, durch ständiges Wechseln von einem Spiel zum anderen oder durch waghalsiges Verhalten die innere Leere zu bekämpfen. Kinder mit ADS/ADHS haben im Straßenverkehr eine 300% bis 500% höhere Unfallquote als Kinder ohne eine Aufmerksamkeitsstörung.

Unsere Therapiekonzepte

Die Therapie erfolgt multimodal. Neben der nicht selten erforderlichen medikamentösen Therapie sind die verhaltenssteuernden Konzepte zur Verbesserung des Regelverhaltens, der Lern- und Leistungsbereitschaft, der Eigensteuerung des Kindes und zur Unterstützung der elterlichen Erziehungsfähigkeit ( als Elterntraining ) unerlässlich.

In den letzten Jahren hat in Deutschland das Neurofeedback  einen wachsenden, weil erfolgreichen Anteil an der AD(H)S Behandlung gewonnen. Dem liegen viele wissenschaftliche Studien zugrunde, die belegen, dass bei AD(H)S die elektrische Hirnaktivität verändert ist und durch ein entsprechendes Training nachhaltig positiv beeinflusst werden kann.

Komorbide (begleitende) Störungen wie die der Grob- und Feinmotorik oder der Teilleistungen  (z.B.  LRS, Dyskalkulie) werden mit entsprechenden ergotherapeutischen oder speziellen lerntherapeutischen Maßnahmen behandelt.

Unsere Therapien sind individuell und sinnvoll auf Ihr Kind abgestimmt. Wir setzen dort an, wo Sie oder Ihr Kind Unterstützung benötigen, sei es beim Lernen, beim Spiel, im Sport oder bei sozialen Kontakten. Wir beziehen Sie als Eltern oder Bezugspersonen aktiv in die Behandlung ein und vermitteln Ihnen den Einsatz allgemeiner und fachbezogener Lernstrategien und die Anwendung verhaltensregulierender Maßnahmen.